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Einkommenshöchstgrenzen

Das Umgangsrecht beinhaltet die Möglichkeit für beide Elternteile, zum Kind in regelmäßigen Abständen Kontakt zu halten. Das bedeutet nicht nur den persönlichen Umgang mit dem Kind, sondern auch per Telefon, Mail oder Brief. Dieses Umgangsrecht steht ehelichen wie unehelichen Kindern zu, es wird hier also nicht unterschieden.

Eine Beschneidung des Umgangsrechtes ist nur in wenigen Fällen statthaft und zwar nur dann, wenn das Kindeswohl durch den Umgang gefährdet ist. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es nach der Trennung zu Gewaltausbrüchen oder sexuellem Mißbrauch gegenüber dem Kind gekommen ist oder das Kind in der Vergangenheit nicht vom Umgang zurückgebracht wurde. Aber auch in solchen Fällen wird zu prüfen sein, ob durch die Anwesenheit zum Beispiel eines Mitarbeiters des Jugendamt der Umgang dennoch aufrecht erhalten werden kann. Somit kommt ein totales Umgangsverbot eher selten - und wenn, dann nur befristet - in Betracht.

Wie der Umgang konkret aussehen soll, legen in erster Linie die Eltern selbst fest und hängt von den jeweiligen Bedingungen vor Ort ab. Dabei gilt als Richtwert

  • bei Babys und Kleinkindern sollte ein Umgang einmal in der Woche für mehrere Stunden;
  • bei älteren Kindern ein häufiges Besuchsrecht mit Übernachtung und
  • bei schulpflichtigen Kindern eine Ferienregelung mit hälftiger Aufteilung.

Idealerweise sollte eine Umgangsvereinbarung zwischen den Eltern schriftlich verfaßt werden, da es oftmals im Nachhinein zu Problemen kommt, vor allem dann, wenn ein neuer Partner ins Leben tritt. Eine solche Vereinbarung kann in einfacher Schriftform erfolgen, kann aber auch vor einem Notar abgeschlossen werden. Eine Mustervereinbarung finden Sie hier.

Können sich die Eltern nicht über den Umgang einigen oder wird der Umgang verweigert, kann auf Antrag beim Familiengericht ein Umgangspfleger bestellt werden, der dann mit der Mutter die entsprechenden Termine für den Umgang vereinbart und das Kind dem Vater übergibt.

In manchen Fällen lehnt das Kind selbst einen Umgang mit dem Vater ab. Während bei Kleinkindern eine erzieherische Einflußnahme auf das Kind durch die Mutter mit dem Ziel des Umganges mit dem Vater erwartet werden kann, ist das bei älteren Kindern kaum noch möglich. Hier wird das Gericht prüfen, ob der Umgang im Beisein des Umgangspfleger oder eines Mitarbeiters des Jugendamtes sinnvoll ist. Wenn auch dies nicht klappt und das Kind sich strikt weiter weigert, kann es zur Aussetzung des Umganges kommen.